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Hegeschau 2012 im Radentheiner Stadtsaal

Am Samstag, den 11. Feber 2012 fand die diesjährige Hegeschau der Talschaft VI (Millstatt) in Radenthein statt. Die dazugehörigen Hegeringe (bzw. deren Mitglieder) trafen sich zu dieser vereinenden Veranstaltung, um Zurückzublicken, Vorauszuschauen, zu Berichten und zu Diskutieren. Nicht fehlen durften natürlich auch die im abgelaufenen Jahr „erlegten Trophäen„. Sie wurden prunkvoll ausgestellt und präsentiert – nahezu wie in einem naturhistorischen Museum. Alle Ausstellungsstücke waren fein säuberlich gekennzeichnet und beschrieben. Der Stadtsaal glich ebenfalls einer Naturlandschaft. Man konnte die gelebte Leidenschaft der JägerInnen förmlich spüren. Neben diversen Ansprachen und Berichten ertönten zu Beginn der Hegeschau auch Klänge. Musikalische Klänge. Einmal waren es die Jagdhornbläser, ein anderes Mal der MGV Kaning. Jagd und Gesang verbindet, denn nicht umsonst heißt es in einem vom MGV Kaning gesungenen Lied:

“ Dås Jagan und Singan, dås is a guat´s Gspånn, kånnst noch so ålt werd´n Freid håst imma drån….!“

Wenn man von der Bühne in den Saal blickte, konnte man noch weitere Gemeinsamkeiten der JägerInnen erkennen: die Farbe der Kleidung. Es grünt so grün … – im Einklang mit der Natur eben! Weidmannsheil!

Alle Fotos von der Hegeschau 2012 – hier klicken

„Ante pante populore, kocel vrate cvile lore!“ Was ist denn das?

„Ante pante populore, kocel vrate cvile lore!“ – das ist der Spruch, der in Eisenkappel/Železna Kapla jedes Jahr am 01. Februar (am Vorabend von Maria Lichtmess) sehr oft zu hören ist. Hintergrund dieses jährlichen Ereignisses ist eine über Jahrhunderte gelebte Tradition.

Wir wollten einmal „LIVE“ dabei sein und waren am 01. Februar 2012 vor Ort. Mit Worten lässt sich unser nächtlicher Ausflug nach Eisenkappel einfach nicht beschreiben – zu viele Eindrücke auf einmal, jedoch waren wir von der beherzten Freundlichkeit dieser Menschen wirklich sehr angetan.  Obwohl es sehr kalt war (-5°) und die Kamera sich dadurch schwerer als sonst bedienen ließ, wurde uns zumindest ums Herz sehr bald warm. Es ist einfach nur schön, wenn man sieht, wie dieser alte Brauch bis hin zum kleinsten Nachwuchs in der Gemeinde weitergetragen und in der Gemeinschaft mit Spass und Andacht zugleich gelebt wird. Herrlich, aber seht die Bilder einfach selbst an. Für uns war es ein tolles Erlebnis, wo sich die etwas längere Anreise durchaus bezahlt gemacht hat! Unsere Neugierde wurde rundum gestillt!

Alle Fotos zum Brauchtum in Eisenkappel – „Ante pante Kirchleintragen …“ – hier klicken

PS: In die Vorbereitung sind auch alle Kinder mit eingebunden (Basteln der Kirchlein), welche dabei von Ihren Lehrer und Eltern vorbildhaft und aktiv unterstützt werden!
PPS: Herausgekommen sind nicht nur irgendwelche „Papierkirchlein“, sondern mitunter  „wahre architektonische Meisterwerke“! Wirklich sehenswert!
PPPS: Die Tradition verlangt auch einen entsprechenden geistlichen Segen, welchen der Bad Eisenkappler-Pfarrer natürlich, wie in dieser Region üblich, zweisprachig erteilte.

Weiterführender Link zu diesem alten Brauch: Bad Eisenkappel

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