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HUMUS „NEU“: Gewaltiges Einstandskonzert im Volxhaus Klagenfurt!

Am Freitag, den 04. März 2016, 20 Uhr war es endlich soweit. HUMUS, die erdige Kultband aus Kärnten gab wieder ein „ganz gewöhnliches“ Konzert im Volxhaus in Klagenfurt. „Ganz gewöhnlich“ deswegen, weil es in gewohnter Manier wieder komplett ausverkauft war, ja mehr noch: Aufgrund der gewaltigen Nachfrage wird am 16. April 2016 ein weiteres Konzert eingeschoben. Kartenreservierungen hier (nur mehr wenige verfügbar).
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Aber der erste Blick auf die Bühne irritierte ein wenig: Neue (un)bekannte Gesichter waren in der Band zu finden! Keineswegs unsympathisch, aber was war geschehen?
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HUMUS - SEIT 01. JÄNNER 2016 IN NEUER FORMATION .
„THE SHOW MUST GO ON“! Hohe Erwartungshaltung gepaart mit extremer Neugierde waren in der Location spürbar, nachdem sich die Gruppe erstmals in der neuen Formation präsentieren wollte. Denn, nachdem das Ausscheiden von Ossi Huber und Peter Gröning Ende 2015 bekannt wurde, verblieben noch Giovanni Jandl & Richie Vejnik in der Band. Im „Humus-Duett“ aufzutreten war für die zwei wohl eher keine Option, sodass kurzerhand drei absolute Größen der Kärntner-Musik-Szene ins Boot geholt wurden  – ein magischer „Barrè-Griff“, wie sich herausstellen sollte:
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Kurt Seppele (Gitarre & Gesang)
Freddy Zitter (Drums & Gesang)
Herbert Brandstätter (Bass & Gesang)
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[ Mehr Infos zu den einzelnen „neuen Humus-Bandmitgliedern“ durch anklicken der Namen]
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KURT SEPPELE
FREDDY ZITTER
HERBERT BRANDSTÄTTER

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In nur 2 Monaten wurde ein fulminantes Konzertprogramm einstudiert – auch für Vollblutmusiker keinesfalls ein stressfreies Abenteuer. Allerdings war diese kurze Vorbereitungszeit auch von vielen unterhaltsamen Akzenten geprägt: Keine Probe ohne Spaß & Lachen, konnten wir in Erfahrung bringen. Kein Wunder, kennen sich die Musiker untereinander teilweise schon fast 30 Jahre. Aber die zeitliche Herausforderung war schon enorm, sind doch alle Bandmitglieder auch berufstätig.
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Auf der musikalischen „To-Do-List“ standen zahlreiche alte, bekannte Eigenkompositionen (und Hitparadenstürmer) von den bereits auf dem Markt erhältlichen vier Humus-Tonträgern, einige selten oder noch nie „live“ gehörte Humus-Songs (z.B. Rauhreif, Richi Vejnik) sowie  berührende solistische Darbietungen der „Neuen“, allen voran Kurt Seppele mit einem Gitarrensolo der Extraklasse. Auch waren internationale Leckerbissen, z.B. „Wild Horses“ (Keith Richards) oder „Have you ever seen the rain“ (John Fogerty) im Konzert-Repertoire. Der Beginn gehörte aber dem Song „With or without you!“

Das Konzert war ein facettenreicher Ohren- und Augenschmaus. Letzteres deswegen, weil das gesamte Publikum die neuen Akteure wohl ziemlich genau unter die Lupe genommen und dabei festgestellt hat, dass sich eine extreme Lockerheit auf der Bühne breitmachte, eine in sich verschmolzene Einheit. Die Art und Leichtigkeit, die Lieder zu interpretieren, den Augenkontakt mit anderen Bandmitgliedern und dem Publikum stets freudvoll suchend, immer mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen – für die BesucherInnen ein Bild der totalen Harmonie. Der Sound: Kraftvoll, authentisch und unter die Haut gehend, viel Leidenschaft mit ehrlichem Suchtpotential. Genau das mögen die Leute!
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Die Vielfalt der Stimmen war ebenfalls auffallend, wobei man als „Humus-Insider“ die Stimmgewalt von Richie und Giovanni so oder so schon aus der alten Formation kennt. Aber auch „die Neuen“ ließen mit bemerkenswerter Klangfärbung in der Stimme aufhorchen, keiner gleich dem Anderen. Jeder Musiker ist damit noch vielseitiger einsetzbar. Es ist ja nichts Neues, aber viele Lieder klingen um ein Vielfaches besser, wenn die Stimme auch wirklich dazu passt. Wenn man nun den Vorteil hat und aus fünf einzigartigen Stimmen wählen kann, dann ist dies eine absolute Bereicherung und natürlich auch Abwechslung – speziell für das Publikum.

Nach lang anhaltendem Applaus, Standing Ovations und vollster Zufriedenheit (auf beiden Seiten) gab es zum Schluss nochmals die Humus-Schlußhymne – Hallelujah (Leonard Cohen) – eindrucksvoll gesungen von Giovanni Jandl – im Chor mit dem Publikum. Gänsehaut-Feeling in Reinkultur! Ende der Veranstaltung – ca. 23:30 Uhr.

UNSER FAZIT: Das Einstandkonzert von „HUMUS-NEU“ war ein wirklich beneidenswerter, voller Erfolg. Nicht zuletzt wegen der teilweise sehr spontanen, pointenreichen Interaktion einzelner Musiker. Die anwesenden Gäste konnten es nicht lassen, bereits in der Pause wahre Lobeshymnen in Richtung Band loszuwerden. Wenn der eingeschlagene Weg von der Band konsequent weitergegangen wird, dann kann es durchaus passieren, dass sich in sehr naher Zukunft wiederum zahlreiche Humus-Hits in den Musik-Charts wiederfinden werden. Der Grundstein dafür wäre zumindest auch mit der neuen Humus-Formation gelegt und sollte sich auch durch (hoffentlich) nichts mehr aufhalten lassen. Wir würden es uns (und natürlich auch der Band) jedenfalls wünschen.
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Alle Fotos zum Einstandskonzert – „HUMUS-NEU“
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VIDEOS vom KONZERT gibt es hier

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PS.
Noch ein Zeugnis wäre auszustellen – allerdings ein Armutszeugnis. Dies gilt den Betreibern des Volxhauses. Obwohl auch den „Wirtsleuten“ mit Sicherheit lange vorher bekannt war, dass der Andrang zu diesem Konzert ein sehr großer sein wird, haben sie es nicht geschafft, genug Servicepersonal zur Verfügung zu stellen. Mit dem Ergebnis: lange, lange, sehr lange Wartezeiten, lediglich unterbrochen durch totale Überforderung. Dies ist gegenüber dem Veranstalter und auch dem Publikum definitiv nicht wertschätzend. „He Wirtsleute, ihr seid doch Profis, kann doch nicht so schwer sein  – bitte ändert was dran!“ Und noch was: Die Bestuhlung ist „wirklich super!“ Lange Konzertabende, und seien sie noch so unterhaltsam, sind sitztechnisch fast nicht erträglich. Gott sei Dank hat die Band so eingeheizt  und dadurch diesen eher tristen Zustand nicht permanent spürbar gemacht. Über eine Änderung sollte unbedingt nachgedacht werden, ansonsten werden die Leute den Konzerten fernbleiben. Auch solche, die ein gutes „Sitzfleisch“ haben.

PPS. Vielleicht könnte man beim nächsten Termin das Rauchen während des Konzertes wieder einstellen. In der Location selbst nur vor und nach dem Konzert und dazwischen nur im Freien. Wäre sicherlich machbar und auch den nichtrauchenden Konzertbesuchern gegenüber ein lobenswertes Entgegenkommen. Nicht jedem gefällt eine verrauchte Location, so passend sie auch manchmal sein mag.

PPPS. Das Leben verlangt oft „überraschende“ Entscheidungen. Alles hat seine Zeit. Ein aufrichtiges Miteinander ist das Gebot der Stunde. Dadurch kann sich jede Band wieder auf das konzentrieren, weshalb sie eigentlich probt und auf der Bühne steht: Einfach nur gute Musik machen, Musik für ein dankbares und treues Publikum.
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