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25. Zaunring Braten auf der Feldpanalm

Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt), den 29. Mai 2014 fand auf der Feldpanalm (Feld am See / Region Bad Kleinkirchheim) bereits das 25. Zaunring Braten – Almfest statt.

Alljährlich werden im Herzen der Kärntner Nockberge uralte Arbeitsweisen des bergbäuerlichen Alltags zu neuem Leben erweckt und im Rahmen eines Almfestes der Bevölkerung präsentiert.



Bis vor 50 Jahren
waren anspruchsvolle handwerkliche Künste wie Zaunringbraten, Filzen oder das Besenbinden noch fester Bestandteil des bergbäuerlichen Jahresablaufes. Um diese uralten Arbeitsweisen auch künftigen Generationen zu bewahren, wurde vor 25 Jahren das in Kärnten einzigartige Kärntner Zaunringbraten im Rahmen eines Almfestes inszeniert. Dabei werden traditionelle Werkzeuge und Geräte für bäuerliche Arbeiten, für den Holztransport und die Holzbearbeitung von Bergbäuerinnen und -bauern sowie von Jägern und Holzknechten in Originalkleidung authentisch verwendet und gezeigt.


Beim regionaltypischen Zaunringbraten werden besondere Fichtenäste (mit`n Mai drin) „gestriefelt“, über offenem Feuer „gebraten“ (erhitzt) und von Hand zu einem Ring geformt, mit dem ein Musterzaun ohne die heute üblichen Hilfsmittel wie Nägel oder Schrauben errichtet wird.

Weitere traditionelle Arbeiten, die beim Almfest bestaunt werden konnten:

BrunntroghackenMit einer Spezialhacke werden aus Lärchenstämmen Brunnentröge ausgehackt. Diese finden heute Verwendung als Blumentröge und Brunnen.
BrunnrohrbohrenMit einem langen Bohrer werden schlanke, vier Meter lange Lärchenstämme entlang des Kerns ausgebohrt. Verbunden mit aus Holz gefertigten Zwischenstücken dienten diese Brunnrohre über Jahrzehnte als Hauswasserleitung.
FilzenSchafwolle wird verfilzt und mit Wasser zu Gebrauchsgegenständen wie  Bekleidung, Taschen etc. geformt und komplettiert.
BesenbindenAus Birkenreisig werden sogenannte Reißbesen gebunden.




D a s   P r o g r a m m   war sehr vielseitig und konnte sich sehen lassen:

Nach dem Einmarsch der Geistlichkeit, der Ehrengäste, der Jäger, der Bergbauern mit Geräten und Tieren, der Kapelle, Tanzgruppen, Schuhplattler und Sänger fand auf der Feldpannalm um 10:30 Uhr ein ökumenischer Berggottesdienst statt – musikalisch umrahmt von der Trachtenkapelle Feld am See. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Besonders hervorzuheben war die Original Gegentaler Frigga, eine spezielle Holzknechtkost aus Speck, Käse und Eiern.

Natürlich wurden auch die Kleinsten unter den Gästen berücksichtigt: Ein Kinderprogramm mit Geländelauf sorgte für Unterhaltung der kleinen Besucher. Jedes Jahr (so auch heuer) wird auch der Kärntner Jauchzerkönig oder die Jauchzerkönigin erkoren und prämiert. Ab 13.00 Uhr spielten die Wernberger Buam auf und sorgten für ausgelassene Stimmung.


Alle Fotos vom 25. Zaunring Braten auf der Feldpanalm


FAZIT: Diese Tradition ist jedes Jahr eine Gaudi und immer einen Besuch wert! Von den einzelnen Darbietungen waren wir sehr begeistert und die Kulinarik war ebenfalls erstklassig.