Startseite > 1. Maifeier 2014 in Kaning - "Der pinkfarbene Maibaum!", Foto-Projekte > 1. Mai-Feier 2014 in Kaning – „Der pinkfarbene Maibaum!“

1. Mai-Feier 2014 in Kaning – „Der pinkfarbene Maibaum!“

Wenn im ganzen Land der 1. Mai zelebriert wird, dann denkt man unweigerlich an das brauchtümliche Geschehen: Einen passenden Baum suchen und fällen, in das Dorf transportieren, schmücken, rechtzeitig aufstellen und natürlich bis zum ersten Mai auch „Rund um die Uhr“ bewachen, dass dem Objekt der Begierde (Maibaum) ja nichts zustößt. So weit so gut. Aber da gibt es immer wieder sehr einfallsreiche „Störenfriede“, welche diese Tradition etwas durcheinander bringen können. So auch geschehen in Kaning.


Die Kaninger Zech ist alljährlich zuständig, die „1.Mai-Feier“ auszurichten. Aus jahrelanger Erfahrung wusste man natürlich, dass der Maibaum extrem bewacht werden muss. Dies verlief heuer im Großen und Ganzen auch recht unspektakulär, wenn da nicht „ein paar sehr listige Kaninger Mädls“ am Werk gewesen wären. Irgendwie ist es ihnen gelungen, die strengen „Maibaum-Bewacher“ abzulenken bzw. wegzulocken um dann die Zeit zu nützen, dem frisch gefällten Baum in seinem Versteck ein besonderes, sehr modernes Outfit zu verpassen. Kurzerhand wurde der Malerpinsel gezückt und bereits kurze Zeit später erstrahlte der Baum im neuen, PINKFARBENEN Glanz.



Es kann sich wahrscheinlich jede(r) gut vorstellen, dass die Zechburschen über diese gelungene „Verschönerung“ nicht sehr „erfreut“ waren. Wie schaut denn das bitte aus? Ein pinkfarbener Maibaum mitten am Dorfplatz im doch eher sehr traditionellen Bergdorf Kaning – eine „Lachnummer für die ganze Nockregion“. DIE FARBE MUSS WEG! Mühevolles, stundenlanges Schleifen war angesagt, da die Zeit ja auch schon etwas drängte. Damit haben die Kaninger Burschen nicht gerechnet, dass sie dieses Jahr den „glattesten Maibaum“ seit Kaninger-Menschengedenken aufstellen werden.


Den Burschen ließ die ganze Aktion natürlich keine Ruhe und man versuchte herauszufinden, wer den hinter diesem „bunten Treiben“ die Fäden gezogen hatte. In Insiderkreisen wurde geforscht und alsbald fand man auch die hauptverantwortliche Übeltäterin. Ungestraft davonkommen darf sie keinesfalls, so der einstimmige Beschluß der Kaninger Zechburschen, und es wurde zum Gegenschlag ausgeholt. Das Auto der „Täterin“ wurde bald ausfindig gemacht, mit vereinten Kräften aufgebockt und zwei Reifen kurzerhand abmontiert. Von einer Fahrtauglichkeit keine Spur, das Pickerl hätte „die Arme“ wohl eher nicht bekommen. Dem aber noch nicht genug, denn damit auch der Rest der Dorfbevölkerung dieses „pinke Verbrechen“ mitbekommt, wurden die zwei abmontieren Reifen samt Felge als besondere Zierde auf den blank polierten Maibaum genagelt. Das Grinsen jedes Einzelnen war unübersehbar. Wir finden, dass dies irgendwie gar nicht einmal so schlecht ausgeschaut hat. Einmal was anderes. 

:::::::           


Wie auch immer, jeder hatte seinen vollendeten Spaß bei der heurigen 1. Maifeier und es war wieder mal richtig was los – in Kaning, dem 500 Seelen-Dörflein in der Nockregion. So ist es halt, wenn zwischendurch ein bißchen Farbe in den Alltag kommt. Sind schon gespannt, was nächstes Jahr „angestellt“ wird, damit man das heurige, außergewöhnliche Ereignis „toppen“ kann. Die Feierlichkeit wurde ganz traditionell von der Kaninger Trachtenkapelle musikalisch umrahmt. Es war eine gelungene Feier mit viel Abwechslung. Dank und großes Lob an alle Mitwirkenden.

Alle Fotos – „1. Maifeier 2014 & der PINKFARBENE Maibaum in Kaning“

 PS. Die Fotos vom „Tatort“ hat uns Isabella Penker zur Verfügung gestellt – vielen lieben Dank an dieser Stelle!