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Martinifeier in Kaning

Das „Martinigansl“ ist wahrscheinlich vielen ein Begriff. Warum? Naja, weil es wahrscheinlich etwas nicht „Alltägliches zum Essen“ ist und somit die kulinarischen Gelüste der Menschheit betrifft. Wie schaut es aber aus mit Martiniumzug oder Martiniandacht. Da werden wohl viele keine Antwort mehr finden, oder? Nur soviel sei hier verraten – es geht um den 11. November, den Gedenktag an den Hl. „Martin von Tours“, welcher einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche ist. Grundsätzlich gäbe es einiges Wissenswertes und Interessantes darüber zu schreiben, jedoch haben dies schon Andere vor uns getan (hier auf Wikipedia nachzulesen). Mit ihm (Hl. Martin) verbindet man in Österreich und Deutschland zahlreiche Bräuche. Dazu gehört auch die Martini-Andacht (Martinifeier), welche vor allem bei den Kindern immer ein großartiges Ereignis ist.



In Kaning fand dieses beschauliche Fest ebenfalls am 11. November statt. Die bedächtige Zusammenkunft von großen und kleinen Kaninger Dorfbewohnern in der Kaninger Kirche war sehr abwechslungsreich.



Von Ines und Kerstin mit den Kindern eingeprobte Lieder wurden gesungen, Texte gelesen und sogar die Geschichte des Hl. Martin wurde einstudiert. Danach fand der Laternenumzug durch das Dorf statt (auch dies ist ein alter, dazugehöriger Brauch). Der Hausherr und Pfarrer Krzysztof Jan Miera war natürlich mitten im Geschehen dabei und freute sich sichtlich über die in Kaning gelebte Tradition. Anschließend musste auch noch der Hunger & Durst ein wenig gestillt werden (nein, es gab keine Martinigans, wie jetzt viele annehmen würden) – sondern Schweinsbraten- und Speckbrote, Kuchen, Kaffee und Glühwein und natürlich auch Bier (echte Männer trinken Bier – zumindest sollte der Eindruck dahingehend erweckt werden).


Sogenannte Traditionen und Bräuche gibt es viele bei uns, einige davon sind in der Neuzeit irgendwie künstlich geschaffen worden bzw. importiert aus anderen Teilen der Welt – vor allem Nordamerika (z.B. Halloween). Diese haben auch meistens den „wirtschaftlichen Aspekt“ im Vordergrund. Das ursprüngliche Martinifest allerdings (mit all seinen dazugehörenden Ritten) ist eine „echte, heimische  Tradition“. Überliefert über viele, viele Generationen. Und so sollte es auch weiterhin halbwegs bleiben, meinen zumindest wir vom FotoPola-Team. Wir freuen uns jedes Mal, wenn in Kaning mit den Kindern gemeinsam etwas besonderes „zelebriert“ wird. Weiter so, super!

Alle Fotos von der „Kaninger Martinifeier“ – hier klicken

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