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Almkirchtag 2011 beim Erlacherhaus – Kaninger Viergesang gestaltete die Messe

Am Sonntag, dem 07. August 2011 kam die Tradition wieder voll und ganz auf ihre Kosten. Im Langalmtal wurde bei allen bewirtschafteten Hütten wieder der Almkirchtag gefeiert.  So auch beim weithin bekannten Erlacherhaus, welches bereits 1929 erbaut wurde und ganz am Ende des Langalmtales liegt (hier findest du Näheres). Viele Besucher waren ganz bequem mit dem Auto bis vor die Türe angereist, noch mehr aber ließen es sich nicht nehmen, „auf Schusters Rappen“ an diesen idyllischen Platz in den Nockbergen zu gelangen. Das Wetter war mittelprächtig bis regnerisch – eher ungemütlich.

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Das Erlacherhaus - Almkirchtag 2011

Das Erlacherhaus - Almkirchtag 2011

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Für 11:30 Uhr war die heilige “  B e r g m e s s e**  „ angesagt – mit einer Besonderheit: Ein „alter Bekannter“ stand wieder einmal vor der großen Schar der „Kaninger Gläubigen“ – Gerhard Simonitti. Der gute, gerngesehene „alte“ Pfarrer (Busfahrer, Leadsänger, Sanitäter usw.)  aus Kaning (und Umgebung), welcher  erst voriges Jahr vom Bischof abberufen wurde (wir haben hier berichtet),  und sich seit damals der Jugendseelsorge in Kärnten widmet. Er war für Pfarrer Krzysztof Miera (das ist der „Nachfolger“, er hatte Urlaub) kurzfristig eingesprungen. Ihm zur Seite stand, so wie auch in der Vergangenheit, Adalbert Unterscheider. Den gesanglichen Rahmen bei dieser Messe gestalteten die vier „Adrian“ Geschwister aus Kaning – mittlerweile besser bekannt als Kaninger Viergesang, welcher auch in den Nachmittagsstunden das eine oder andere Lied anstimmte und ein wenig für Abwechslung sorgte.

**Vor einigen Jahren war diese Messe tatsächlich noch eine Bergmesse – und zwar am Gipfel des Rosennocks. Hunderte pilgerten in aller Herrgottsfrüh von allen Seiten Richtung Gipfelkreuz, um rechtzeitig dabei sein zu können. Warum diese schöne Tradition nicht wieder aufgegriffen und weitergeführt wird, weiss man eigentlich nicht so genau. Der „Standort“ für eine heilige Messe wäre sicherlich besser, da man dem Herrgott wieder ein paar hundert Meter näher ist. Vielleicht gibt es sie ja wieder einmal – die Bergmesse am Rosennock!)

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"Pfarrer Gerhard Simonitti mit dem Kaninger Viergesang

"Pfarrer Gerhard Simonitti mit dem Kaninger Viergesang

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Nach der Messe wurde von der Trachtenkapelle Kaning  ein gemütlicher Frühschoppen zum Besten gegeben. Für Essen und Trinken sorgten natürlich die „Wirtsleut“ selbst – Martina und Sepp Erlacher aus Kaning. Der Regen vertrieb die anwesenden Gäste dann leider doch noch. Entweder in die Gaststube (der große Kachelofen in der Mitte musste Gott sei Dank nicht eingeheizt werden), oder aber auch zu einer der anderen bewirtschafteten Hütten, von denen es im Langalmtal doch einige gibt.

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Fazit: Ein großes Lob an die Wirtsleut, dem Küchen- und Serviceteam beim Erlacherhaus. Wirklich vorbildlich. Alles perfekt. Den Leuten gefiel es und die Kinder hatten auch mächtig Spass. Und die naturbelassene Gegend ist so oder so immer eine Oase zum Verweilen und Wandern. Ein Glückshafen rundete das Geschehen rund um den Almkirchtag beim Erlacherhaus in lustiger Form ab – es war eine Gaudi, die jungen „Diandlan“ beim Lose verkaufen zu beobachten . Sie waren sehr eifrig (fast professionell) bei der Sache und ermöglichten es dadurch dem einen oder anderen Besucher, nicht mit leeren Händen heimzukommen. Die zu gewinnenden Preise waren zwar nicht überwältigend, aber man ist ja meistens schon froh und glücklich, wenn man „keine Niete“ gezogen hat.  Da spielt die Qualität oder der Nutzen des Gewinns nur mehr eine bescheidene Nebenrolle.

 

"Der Glückshafen mit seinen Schätzen öffnete seine Pforten"

 

D E N N O C H  – der traditionelle Almkirchtag im Langalmtal hat leider sein „einstiges Gesicht“ verloren – nichts ist mehr so wie es früher war. Keine Bergmesse am Rosennock, keine gaudige Hüttenmusik und urigen „Gstanzlsänger“, kein schwingendes Tanzbein, keine „Raufereien“, weniger Gäste usw. – alles Schnee von gestern!

Schade eigentlich, aber das „moderne Zeitalter“ und das massive Überangebot an „Freizeitaktivitäten“ fordert seinen Tribut.  Was soll´s, in fünf bis zehn Jahren gibt es sowieso nur mehr einen Almkirchtag – nämlich den auf Facebook! (grauenhafte Vorstellung)

 

→   Alle Fotos vom Almkirchtag 2011 beim Erlacherhaus – hier klicken  

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